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Hain-Schwebfliege
Hain-Schwebfliege  
Ordnung : Zweiflügler
Familie : Schwebfliegen
deutscher Name : Hain-Schwebfliege
wissenschaftlicher Name : Episyrphus balteatus
 




Maßstab: Bildhöhe entspr. 15 mm
Bild vergrößern  Foto: Bernau (Bra) August 2005 W. Funk  

Allgemeines:
Die Hain-Schwebfliege wurde zum Insekt des Jahres 2004 gekürt.
Sie wird auch als Gegürtelte Schwebfliege oder Gemeine Winterschwebfliege bezeichnet. Die Hain-Schwebfliegen sind Nützlinge, da sie den Blattlausbesatz an Kulturpflanzen dezimieren. Sie können zum Schutz von Gewächshauskulturen käuflich erworben werden (Fa. Katz Biotech AG).
Kennzeichen:
Dunkelgrün glänzender Thorax, auf dem Hinterleib charakteristische Bindenzeichnung: Binden des 3. und 4. Segments durch schwarze Querlinien geteilt. Gesicht und Beine sind gelb. Bei den Männchen (siehe Bild oben) stoßen die Augen an der Stirn zusammen, bei den Weibchen (siehe Bild 2) sind sie durch die Stirn getrennt.
Körperlänge:
7 - 12 mm
Lebensraum:
Viele Lebensräume, insbesondere Haine und andere Saumgesellschaften.
Entwicklung:
Nach der Paarung legen die Weibchen die Eier einzeln oder in kleiner Zahl direkt zwischen Blattlauskolonien ab (siehe Bild 2), insgesamt aber mehrere Hundert Eier. Die Eier sind weiß, länglich oval und etwa 1 mm lang. Nach 2 - 3 Tagen schlüpfen die Larven (Maden) aus der Eihülle und beginnen sofort damit, Blattläuse anzustechen und auszusaugen (siehe Bild 3). Die weichhäutigen Maden (siehe Bild 4 und 5) sind transparent und haben weder Beine noch eine Kopfkapsel. Dafür haben sie am Körperende ein doppeltes 'Schwänzchen', das etwas dunkler gefärbt ist und zur Atmung dient. Die Maden wachsen sehr schnell und häuten sich zweimal. Im dritten und letzten Larvenstadium können sie etwa 60 - 80 Blattläuse pro Tag vertilgen. Während der ganzen Zeit geben die Maden keinen Kot ab, erst bei der Verpuppung wird der Kot ausgeschieden. Das Puparium (siehe Bild 6) wird aus der Haut des dritten Larvenstadiums gebildet. Im Innern des Pupariums erfolgt die Umwandlung zur erwachsenen Schwebfliege. Nach einigen Tagen schlüpft die Schwebfliege (siehe Bild 7), putzt sich sauber und entfaltet die Flügel, die nach ein paar Stunden erhärten.
Die begatteten Schwebfliegenweibchen überwintern. Allerdings glückt die Überwinterung nördlich der deutschen Mittelgebige nur in ausgesprochen milden Wintern. Trotzdem leben die Hain-Schwebfliegen fast in ganz Europa, da sie ähnlich der Zugvögel im Frühjahr aus ihren Winterquartieren in Nordafrika und Südeuropa über die Alpen bis in den hohen Norden einfliegen und sich dort vermehren. Im Spätsommer wandern sie in den Süden zurück. Im Norden nur 1 Generation pro Jahr, im Süden 4 - 5 Generationen pro Jahr.
Ernährung:
Die Larven ernähren sich von Blattläusen. Die Imagines saugen Nektar als Energiespender und fressen Pollen zur Ei-Produktion vor allem an Doldengewächsen und Korbblütlern.
Verbreitung:
Europa, Nordafrika, Asien, Nordamerika.

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