Der Teil der männlichen Geschlechtsorgane, der bei der
Begattung in die weiblichen Geschlechtsorgane eingeführt wird. Er stellt eine
chitinisierte Röhre dar, in die der weichhäutige Penis eingestülpt ist.
Feste chitinhaltige Haut, die Körper und Beine der Insekten umgibt. Dieses Außenskelett ist
wasser- und gasundurchlässig. Es bietet Schutz, gibt dem Körper Halt und dient der Muskulatur
als Ansatzfläche. Während des Wachstums wird das nicht mitwachsende Außenskelett mehrmals
abgesteift (Häutung).
Teil des Nervensystems. Es besteht aus Nervenknoten (Ganglien), die
an der Bauchseite des Insekts angeordnet sind. Diese Knoten sind strickleiterartig über
Nervenzellen sowohl untereinander als auch mit dem Gehirn verbunden.
Noch im Kopf befindet sich das Unterschlundgaglion, ihm folgen
3 Thoralganglien und schließlich 8 Abdominalganglien im Hinterleib.
Vom Bauchmark werden über periphere Nerven im wesentlichen die Aktivität von Muskeln und
Drüsen gesteuert.
Schuppen von männlichen Schmetterlingen, die mit Drüsen
zur Produktion von Pheromonen in Verbindung stehen, durch deren Duft die Weibchen zur
Paarung angelockt werden.
Ordnung der Insekten. Larven und Imagines tragen am Körperende lange fadenförmige
Anhänge (Cerci). Die Flügel können nicht auf dem
Abdomen gefaltet werden. Die Eintagsfliegen sind gute Flieger und nehmen
als Imagines keine Nahrung auf. Ihre Larven leben räuberisch im Wasser.
Das letzte Glied des Beines, das sich an den Schenkel anschließt
und in der Regel selbst aus 2 - 5 Gliedern besteht. Der Fuß kann 1 oder 2 Klauen
und Saugläppchen tragen.
Gruppe nächstverwandter Arten. Alle Arten einer Gattung tragen
den gleichen Gattungsnamen, d. h. das erste Wort des wissenschaftlichen Namens ist
gleich.
Teil des Nervensystems. Das Gehirn wertet im wesentlichen Informationen
aus, die von den Sinneszellen der Antennen, der
Facettenaugen und der Ozellen empfangen
werden, und verarbeitet sie zu Kommandos, die über das Bauchmark und
die peripheren Nerven an Muskeln und Drüsen weitergeleitet werden.
Sehr formenreiche Ordnung der Insekten. Die Hautflügler haben 4 häutige Flügel,
die allerdings in Ausnahmefällen auch fehlen können (z. B. bei den Arbeiterinnen der
Ameisen). Die Vorderflügel sind länger als die Hinterflügel. Die
Mundwerkzeuge sind beißend, bei vielen Arten aber so umgebildet,
daß sie z. B. Blütennektar aufsaugen können. Die Weibchen tragen eine Legeröhre, die bei
einigen zu einem Stachel umgebildet ist. Die Entwicklung der Hautflügler
durchläuft eine vollständige Metamorphose. Einige Arten der
Hautflügler sind staatenbildende Insekten.
Das periodische Abstreifen des Außenskeletts während des
Wachstums von Insekten. Vor der Häutung wird unter der alten Haut eine neue gebildet, die
noch weich und dehnbar ist. Danach reißt die alte Haut auf und das Insekt schält sich
heraus. Die neue Haut dehnt sich aus und erhärtet schließlich. Die abgelöste Haut heißt Exuvie.
Ordnung der Insekten mit kauenden Mundwerkzeugen
und lederigen Vorderflügeln, die die hinteren Hautflügel in der
gesamten Länge überdecken. Sie weisen eine hohe Sprungfähigkeit auf.
Die zu dieser Ordnung gehörenden Feld- und Wanderheuschrecken können erhebliche Schäden in der
Landwirtschaft anrichten.
Die Heuschrecken werden auch als Springschrecken bezeichnet und unterteilen sich in die
Unterordnungen Kurzfühlerschrecken und Langfühlerschrecken.
Unterordnung der Heuschrecken mit kurzen, fadenförmigen Antennen, die nicht länger als
die Hälfte der Körperlänge sind. Die Männchen einiger Kurzfühlerschrecken stridulieren,
indem sie die Hinterflügel an den mit einer Schrilleiste versehenen Hinterschenkeln
(Siehe: Beine) reiben.
Unterordnung der Heuschrecken mit langen, fadenförmigen Antennen, die die Körperlänge
überschreiten. Die Männchen einiger Arten stridulieren durch Aneinanderreiben
der Vorderflügel.
Die Mundwerkzeuge der Insekten bestehen im wesentlichen aus
Oberkiefer und Unterkiefer, sowie aus
Oberlippe und Unterlippe.
Da sich die Insekten sehr unterschiedlich ernähren (Räuber, Pflanzenfresser, Aasfresser, Parasiten)
sind ihre Mundwerkzeuge im Detail sehr spezialisiert ausgebildet und an die unterschiedliche
Nahrungsaufnahme optimal angepaßt. Es existieren u. a. kauende Mundwerkzeuge aber auch
kauend-leckende (z. B. Fliegen), saugende (z. B. Schmetterlinge) und stechend-saugende
(z. B. Stechmücken) Mundwerkzeuge.
Ordnung der Insekten mit 2 Hautflügelpaaren, die eine dichte
netzartige Äderung aufweisen und in Ruhestellung fast immer dachartig über dem
Hinterleib zusammengelegt werden. In der Gestalt sind die
Netzflügler sehr variabel. Die Entwicklung verläuft über eine vollständige
Metamorphose.
Larve der Insekten mit unvollständiger
Metamorphose (z. B. der Libellen) im letztem
Stadium, wenn schon die stummelförmigen Flügelanlagen nach außen gestülpt sind.
Keilförmige Bestandteile eines Facettenauges. Jedes Ommatidium verfügt über eine
Korneallinse aus Chitin, einen Kristallkegel und das lichtempfindliche
Rhabdom mit den Sehpigmenten und Sehzellen, von denen Nervenfasern abgehen. Jedes
Ommatidium hat ein Gesichtsfeld von ca 20°.
Bei Insekten mit vollständiger Metamorphose Entwicklungsstadium
zwischen Larve und Imago, in dem die Larvalorgane
abgebaut und die Imaginalorgane aufgebaut werden. Puppen nehmen keine Nahrung auf und sind
praktisch unbeweglich.
Ordnung der Insekten mit 2 Paar Flügeln, die dicht mit dachziegelartig
angeordneten Schuppen bedeckt sind. Bei den meisten Schmetterlingen sind die Mundwerkzeuge
zu einem langen, spiralig gedrehten Rüssel umgeformt, mit dem sie Nektar aus Blüten saugen.
Bei einigen Gruppen nehmen die Imagines überhaupt keine Nahrung auf.
Die Larven der Schmetterlinge heißen Raupen und sind mit beißenden Mundwerkzeugen ausgestattet.
Sie ernähren sich vor allem von Blättern. Außer den 3 Paar Brustbeinen besitzen die Raupen am
3. - 6. Hinterleibssegment je ein Paar Bauchfüße. Das letzte Segment trägt noch ein weiteres
Beinpaar, die sogenannten Nachschieber. Vor der Verpuppung häutet sich die
Raupe 4 bis 5 mal. Es findet eine vollständige Metamorphose statt.
Teil der Mundwerkzeuge. Der Unterkiefer setzt sich aus mehreren
Teilen zusammen. Er ist auf beiden Seiten mit je einem meist fünfgliedrigen Kiefertaster
(Maxillarpalpus) versehen, der für die Nahrungswahl wichtig ist.
Teil der Mundwerkzeuge. Die unpaarige Unterlippe schließt die
Mundwerkzeuge nach unten ab und ist auf beiden Seiten mit den Lippentastern (Labialpalpen)
versehen, die für die Nahrungswahl von Bedeutung sind.
Wanderfalter sind Schmetterlinge, die in warmen Gegenden
überwintern, danach aber jedes Jahr wieder in andere Gegenden einwandern und sich dort auch
vermehren. Der bekannteste Wanderfalter ist der Monarch (Danaus plexippus). Er
wandert etwa 3200 km zwischen seinen Brutgebieten in Kanada und seinen Überwinterungsgebieten
in Kalifornien und Mexiko. In Mitteleuropa sind u. a. der Distelfalter,
der Admiral und auch der Große Kohlweißling
Wanderfalter.
Das zoologische System ordnet die Tierarten aufgrund ihrer Verwandtschaft
und Ähnlichkeit. Im wesentlichen werden folgende Kategorien verwendet (in Klammern Beispiel):
Reich (Tierreich), Stamm (Gliederfüßer), Klasse (Insekten), Ordnung (Schmetterlinge),
Familie (Edelfalter), Gattung (Vanessa), Art (Admiral = Vanessa atalanta). Die Insekten
sind also eine Klasse des Stammes der Gliederfüßer. Die Klasse der Insekten wird in
über 36 Ordnungen unterteilt, von denen auf dieser Seite nur 12 kurz beschrieben sind.
Ordnung der Insekten, bei denen nur das erste Flügelpaar
entwickelt ist, während die Hinterflügel zu Schwingkölbchen (Halteren)
umgebildet sind. Sie besitzen meist leckend-saugende, bei einigen Raubformen auch
stechend-saugende Mundwerkzeuge. Die Larven haben
keine Beine. Zu den Zweiflüglern gehören die Unterordnungen Fliegen und Mücken.